Planung



Liebe Mitbürger, liebe Freunde –


jetzt, nachdem wir im engeren Kreise miteinander gesprochen haben, ist es höchste Zeit, zur Absage der Ämter und zu unserem weiteren Vorgehen auch öffentlich Stellung zu beziehen.

Wie schon mitgeteilt, kam am 05.04. vom Amt die Absage für das Projekt.
Der Absagetext lautet:

Die KiST [Kommission Kunst im Stadtraum] findet die Argumentation für die spezifische künstlerische Umsetzung des Vorhabens nicht überzeugend. Das Fehlen des Artikels 20 des Grundgesetzes bei dem Kunstwerk "Grundgesetz 49" am Jakob-Kaiser-Haus bildet für den Antragsteller den Ausgangspunkt dieser Aktion. Warum die Thematisierung dieser bewussten Auslassung auf dem Rosa-Luxemburg-Platz und in dieser Form stattfinden muss, geht aus dem Antrag nicht hervor. Zudem ist der Plan für die technische Umsetzung lückenhaft."

Angesichts der detaillierten Aussagen unseres Antrages
zum Antrag geht es hier >>
zur Argumentation, die Sache am Rosa-Luxemburg-Platz zu machen, geht es hier>>
sind die Gründe dieser Absage erstaunlich flach.

Wir hätten Widerspruch einlegen, klagen können und so fort.
Es gab aber Gründe, das nicht zu tun. Vor allem hätte der Weg gegen die Entscheidung zu viel Zeit benötigt, um die Sache in der geplanten Form noch zum Erfolg zu führen.

Wir haben jetzt folgende Entscheidung getroffen:

Anstatt jetzt die Sache unter Druck weiter zu bringen
haben wir uns entschieden, sie "tiefer" zu legen und "nachhaltiger" mit ihr umzugehen:

I: Zur Aufstellung der Stele:

Wir verschieben die Aufstellung der Stele um ein Jahr! Zum 23.05.2019 wir das Grundgesetz in aller Munde sein, weil da sein 70ster Geburtstag ist. Vor allem im Bundestag wird es da gefeiert werden.
Im Rahmen dieser Feiern werden wir die Stele an ihrem Ort am Reichstagsufer aufstellen. Dann vielleicht sogar schon eine Woche vor dem 70sten Geburtstag des Grundgesetzes, weil so die Aktion besser Teil des öffentlichen und des parlamentarischen Diskurses werden kann.

II: Beginn der Aktion:

Dass wir die Aufstellung der Stele um ein Jahr verschieben, heißt aber nicht, dass wir nicht sofort beginnen.
Zum Start des 70sten Jahres des Grundgesetzes, d.h. am Geburtstag des Grundgesetzes am 23.05.2018, beginnen wir, öffentlich die Stele am Rosa-Luxemburg-Platz zu bearbeiten. Dies jetzt aber im Rahmen einer "Kundgebung" oder "Versammlung", weil wir uns da auf dem Boden des Grundgesetzes selbst, auf dem Boden der grundgesetzlich garantierten Versammlungsfreiheit bewegen – und nicht von unsicheren behördlichen Genehmigungen abhängig sind.

III: Tafelrunde:

Wie wir die Tafelrunde etablieren, wird sich finden. Insgesamt aber wird es so sein, dass wir – statt wie bisher geplant: täglich in einem Zeitraum von 6 Wochen – jetzt wöchentlich durch das ganze 70ste Jahr hindurch an der Stele arbeiten und Versammlungen, Kundgebungen und Veranstaltungen durchführen werden.
So kann das Thema viel tiefer in das öffentliche Bewusstsein dringen und wesentlich nachhaltigere Wirkungen erzeugen.

IV: Planung:

Es ist nicht einfach, eine zunächst für einen kurzen Zeitraum geplante Aktion so umzuplanen, dass sie für ein ganzes Jahr Wirkung entfalten kann. Unter den neuen Bedingungen braucht es da in Teilen eine völlig andere Dramaturgie.

Wir sind daran am Denken und teilen Euch die Schritte so schnell wie möglich mit.

Wer mitplanen, mitdenken, mitgestalten will, ist herzlich dazu eingeladen:
Man kann direkt an unseren Arbeitstreffen teilhaben
und melde sich da bei Steffi: ralphboes-buero@gmx.de/arbeitstreffen
Man kann seine Ideen auch per Email einbringen: ralphboes-buero@gmx.de/idee
Drittens haben wir jetzt auch einen Blog eingerichtet, in den die Ideen geschrieben und allgemein diskutiert werden können. S. hier >>

SpenderInnen, die den Umschwung der Aktion nicht mittragen können, bitten wir, wegen Rückabwicklung der Spende mit uns Kontakt aufzunehmen.

Wir freuen uns auf den Start der Aktion am 23.05. !x



Kommentare

  1. Das hat sich ja jetzt zu einem noch positiverem Ergebnis gewandelt, das freut mich doch sehr!

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